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Blueswolf

Carolin

Keuchend und nach Luft schnappend
so schleppte sich Blueswolf
durch den Wald
Seine vier Pfoten
zuvor so weich wie
gelber Honig und Butter
waren hart und rauh geworden
und schwer
wie Steine
 
Seine Augen
sahen nur noch Nebelschwaden
und graue Monstren
um sich herum
die Ihm dem Blueswolf
dem einzigen Wolf
mit den blauen Augen
dem blauen Fell
der blauen Zunge
und mit dem blauen Gesang
der so erschreckend laut und dröhnend war
daß
alles Lebende erstarrte
 
keinen Weg
weder in der Luft
noch auf der Erde
oder im Wasser
offenließen
sein Reich zurückzuerobern
oder
ein neues zu gründen
 
Blind
vor Trauer und Wut
daß
die Menschen die Tiere
die Gnomen des Waldes
keinen blauen Wolf
existieren lassen wollten
sang Blueswolf
zum letzten mal sein
schauriges Lied
und mit jedem Ton
seines eigenartigen Gesanges
verschwand
ein Stück
seines mächtig
blauen Daseins