{"id":739,"date":"2022-11-24T21:24:37","date_gmt":"2022-11-24T20:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/diegrenze.org\/?p=739"},"modified":"2022-11-28T21:28:25","modified_gmt":"2022-11-28T20:28:25","slug":"madchen-von-weitem-feld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/diegrenze.org\/?p=739","title":{"rendered":"<strong>M\u00e4dchen von weitem Feld<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Dr. Rim Sabrina Sarkar<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>\u00dcbersetung: Dr. Hossain Abdul Hai<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Bearbeitung: Anke Sultan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich springe im letzten Moment auf und erwische den Bus. Eine ausgestreckte Hand von drinnen zieht mich schnell herein, sonst w\u00e4re ich schon zwischen den Bust\u00fcren eingequetscht gewesen. Der Sensor scheint nicht zu funktionieren und der Fahrer macht ein langes Gesicht, wenn sich jemand dar\u00fcber beschwert. Zus\u00e4tzlich wirft er noch ein paar deutsche Schimpfw\u00f6rter in meine Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schaue mich nach dem ersten Schrecken herum, um der Person zu danken. Aber sie war schon im Bus verschwunden. Ich schlucke meine Danksagung herunter und h\u00e4nge wie eine Fledermaus im Gedr\u00e4nge der Passagiere. Meetings um 8:30 Uhr montags sind sehr anstrengend. Jedesmal hoffe ich, dass ich p\u00fcnktlich ankomme. Meine Augen schweifen immer wieder auf das Handgelenk, wo ich meine Armbanduhr sein sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu hast aber keine Uhr, was guckst du denn aber da?\u201c Ich schmunzle peinlich und sch\u00fcttle den Kopf. Es ist zwei Wochen her, seit meine Uhr kaputt ist. Aber ich gucke immer noch aus der Gewohnheit an mein Handgelenk. ,,Ist alles Ok? Es hat dir aber nicht weh getan, oder?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aha, war das nicht die Person mit der ausgetreckten Hand? Bevor ich zu Ende denken kann, kommt die Hand wieder hervor. ,,Habe ich dich nicht zu stark gezogen oder? Hallo, ich bin Jiessel.\u201c Ich schaue auf und sehe ein M\u00e4dchen mit einer sehr authentischen bengalischen Gesichtsform. Die Kombination von langem Zopf mit schwarzen Haaren mit hellgebr\u00e4unter Hautfarbe l\u00e4sst diese Illusion aufkommen. Mir scheint sie k\u00f6nnte Farzana oder Farhana hei\u00dfen. Der ausl\u00e4ndische Name wie Jiessel passt ihr \u00fcberhaupt nicht zu ihr!<\/p>\n\n\n\n<p>Einige steigen an der n\u00e4chsten Haltestelle aus. Dazwischen fasst Jissel meine Hand an und setzt mich auf einen leeren Sitz. Ich merke, dass dieses M\u00e4dchen oft nach meinen H\u00e4nden greift. Ich will das Unbehagen verbergen und das Gespr\u00e4ch mit einem trockenen, h\u00f6flichen L\u00e4cheln beenden. Aber das war erst der Anfang. \u201eIch habe dich bei einem Seminar am Institut gesehen. Arbeitest du in dem Labor von xyz?\u201c Ich nickte, um sie loszuwerden. Der riesige Helmholtz-Campus befindet sich am Stadtrand von M\u00fcnchen. Hier gibt es zahlreiche Abteilungen und Labors. Aber sie wusste trotzdem, in welchem Labor ich genau arbeite. Das bedeutet, sie kennt mich schon vom Sehen. Aber, warum und wozu?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bus h\u00e4lt an meinem Ziel. Gewohnheitsm\u00e4\u00dfig guckte ich wieder auf mein leeres Handgelenk, bekomme Panik und mache mich dann schnell auf dem Weg. Wenn ich laufe, kann ich meine Strecke auf f\u00fcnf Minuten verk\u00fcrzen. Jiessel fragt von hinten: \u201eHey, du hast aber deinen Name nicht gesagt?\u201c Herumrennend, antworte ich ohne Punkt und Komma: \u201eSabrina-Meeting-Sorry-wir sprechen sp\u00e4ter&#8230;\u201c. Der Rest l\u00f6st sich in Luft auf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>N\u00e4chste Woche.<\/p>\n\n\n\n<p>,,Letztens bist du so schnell weggelaufen! Aus welchem Land kommst du? \u00c4thiopien-Somalia? Von dort rennen alle aber sehr gut auf der Olympiade.\u201c Mit einem breiten L\u00e4cheln scherzt Jiessel mit mir. Sie spricht weiter: \u201eDu siehst echt wie eine \u00c4thiopierin aus\u201c. Ich antworte unaufgeregt, \u201eh\u00e4tte ich wie \u00e4thiopische M\u00e4dchen ausgesehen, h\u00e4tten die \u00e4thiopische Jungen dann aber Pech.\u201c Sie bricht in Gel\u00e4chter aus, \u201eUps, Sabrina, du bist aber lustig. Sind die Jungen in deinem Land auch so wie du?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich antworte in einem \u00e4hnlich gleichg\u00fcltigen Ton: Sie sind so. F\u00e4llst du einmal in die H\u00e4nde von Jungs aus Bangladesch, ist dein Leben verdorben.\u201c Jiessel geriet nicht in Panik, sondern sagte: \u201eIch bin ein M\u00e4dchen aus Honduras, ich habe vor keinem Jungen Angst. Ich k\u00f6nnte ihre K\u00f6pfe abreisen&#8230;\u201c Ich versuche mir vorzustellen, wie meine Br\u00fcder in den H\u00e4nden des m\u00e4chtigen M\u00e4dchens aus Honduras um Hilfe rufen! Was g\u00e4be das f\u00fcr ein absonderliches Bild ab! Ah!<\/p>\n\n\n\n<p>Es dauert nicht lange, bis das Kennenlernen durch Lachen und Witzen erstarrt. Irgendetwas bei Jiessel ist einzigartig. Mit ihren Worten und Gel\u00e4chter f\u00e4llt sie auf. Seitdem ich in Deutschland bin, habe ich in den letzten Monaten kaum Freundschaften gemacht. Mein Charakter eignet sich auch nicht als Partygirl. Ich verga\u00df schon fast die Freude, die man nach dem Austausch mit jemandem hat. Nach vielen Tagen wurde nun das geschlossene Fenster des Geistes ge\u00f6ffnet und ein Windsto\u00df weht herein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir vereinbarten, dass wir uns in der Kantine zu einem Mittagsessen treffen. Dort k\u00f6nnen wir uns l\u00e4nger unterhalten. Beim Verabschieden drehte Jiessel theatralisch dreimal die Hand und sagte: \u201eAuf Wiedersehen! Bis dahin! Und besorge f\u00fcr mich einen Jungen aus deinem Land. Gro\u00df, dunkel, gutaussehend, hahaha&#8230;.\u201c Als Antwort zwinkere ich wie ein vollkommener Schlepper und gebe eine gespielte Zusicherung: \u201eMache ich. Es ist ganz einfach.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Im Labor l\u00e4uft ein Experiment nach dem anderen. Ich habe keine Zeit mehr mit Jiessel zum Mittagessen zu gehen. Ab und zu sehen wir uns auf dem Weg, tauschen ein paar W\u00f6rter aus und das ist alles. An einem Tag, die Zeit ist schon sehr knapp, taucht pl\u00f6tzlich Jiessel neben mir, an einem riesigen Feld nahe der Bushaltestelle, auf . Das sogenannte ,,Weitem Feld\u201c. Ich bin am Laufen. Sie l\u00e4uft mit gleichem Tempo und fragt mich: \u201eWarum hast du bei -5 Grad Sandalen an?\u201c Ich schaue auf meine F\u00fc\u00dfe und f\u00fchle mich besch\u00e4mt. Ich habe nur Sandalen \u00fcber d\u00fcnne Socken an. Das gestrige lauwarme Wetter mit 18 Grad ist heute unter null Grad gefallen. Die jungen Gr\u00e4ser sind komplett mit Schnee bedeckt. Die Strau\u00dfenkr\u00e4hen jagen Maina-V\u00f6gel und Spatzen und ziehen umher. Mit dem letzten Aufb\u00e4umen des Winters entweicht der Fr\u00fchling. Wer h\u00e4tte gedacht, dass das deutsche Wetter im April so verr\u00fcckt sein w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur das Wetter, auch das M\u00e4dchen Jiessel ist fast verr\u00fcckt. Nach einem kurzen Augenblick klopft sie mit ihren Stiefeln und schl\u00e4gt vor: \u201eM\u00f6chtest du eine Wette? Mal sehen, wer zuerst den Laternenpfahl auf der anderen Seite des Feldes erreicht. Rutschige Sandalen gegen Winterstiefel. Eins, zwei, drei&#8230;bevor ich etwas sagen konnte, rennt Jiessel \u00fcber die Wiesen. Der rote Schal flattert frech im frostigen Wind. Ich ziehe meine M\u00fctze fest und renne hinter ihr her, um die Wette zu gewinnen. Zwei Prinzessinnen aus zwei L\u00e4nder laufen durch den wei\u00dfen Schnee wie Baumwolle. Wer gewinnt, wird die neue K\u00f6nigin dieses neuen Schneereichs. Verwundert schaue ich Jiessel an, w\u00e4hrend ich weiterlaufe. Das M\u00e4dchen ist einer Weise wahnsinnig mit ihrer einzigartigen Jungenhaftigkeit. Das befreiende Kichern breitet sich allm\u00e4hlich im \u00c4ther der wei\u00dfen Wiese aus.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt Freunde zu sein, bin ich nun ihr Fan geworden. Die Nachrichten vom Campus drehen sich um die Gro\u00dfleinwand der Mensa und Jiessel\u2019s Bilder tauchen darin fast jeden Tag auf. Manchmal erh\u00e4lt sie Preise bei Konferenzen, manchmal winkt sie mit ihren H\u00e4nden als Gewinnerin der Studentenwahl. Sie ist die st\u00fcrmische Herrin auf dem Campus. Jeder kennt sie unter ihrem Namen und jeder k\u00f6nnte ihr Fan sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder taucht Jiessel direkt auf der Bildfl\u00e4che auf, so auch an einem sp\u00e4ten Nachmittag im Mittherbst. Auf dem Campus l\u00e4uft das Grillfest. Im ganzen Sommer hatten wir kein Grillfest und jetzt daf\u00fcr fast im Winter. Aber die Atmosph\u00e4re ist entspannt, nicht mit wilden Jugendlichen, wie wir \u00f6fter in Hollywood-Filmen sehen. Die Studenten verteilen sich auf der Wiese mit gegrillten W\u00fcrstchen auf Papptellern und Bier in Plastikbechern. Sie unterhalten sich leise miteinander. Ich habe Butter auf einem ger\u00f6steten Mais aufgestrichen und erst einmal reingebissen. Der volle Geschmack schmilzt auf der Zunge. Pl\u00f6tzlich fiel mir jemand um die Schulter. \u201eHey! Was isst du da versteckt in der Ecke? Wolltest du nur essen oder auch sprechen?\u201c Ich blickte auf und sah Jiessel. Sie sieht so sanft aus, wie das Licht der untergehenden Sonne in ihrem langen, orangefarbenen Kleid. Sie bricht in schallendes Gel\u00e4chter aus und zieht mich aus dem Gras.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm n\u00e4chsten November gibt es ein Science-Slam. Ich bin dabei. Du musst kommen.\u201c Ich nickte schon, ohne zu verstehen was dieser Science-Slam ist. \u201eJiessel, sag mal bitte, wie schaffst du es so viel zu erledigen? Siehe mich! Nach dem Labor von morgens bis zum Abend habe ich keine Energie mehr, puh!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Fingerschnippen antwortet sie, \u201eGlaubst du, dass ich so weit aus dem Land gekommen bin, nur um einen Abschluss zu machen? Ich bin hier zu gewinnen. Ich werde meinen Namen f\u00fcr alle Wettbewerbe und Konferenzen eintragen. Es spielt keine Rolle, ob ich gewinne oder verliere. Aber es f\u00fchlt sich gut an, zu k\u00e4mpfen.\u201c Ihre Aussage gef\u00e4llt mir. In ihren Worten steckt zu viele Beherztheit, der sogar der Bierkrug auf dem Tisch nicht widersteht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme genau um halb f\u00fcnf Uhr an. Der gr\u00f6\u00dfte Seminarsaal auf dem Campus. Die Sitze steigen Reihe f\u00fcr Reihe in Form des Kolosseums. Das Science-Slam-Event f\u00e4ngt gleich an. Rot-blaue Disco-lichter sind installiert. Alles ist sehr h\u00fcbsch ausgestattet. Der erste Kandidat kam. Das Vorspiel ist schwierig. Innerhalb von zehn Minuten muss das komplexe Thema eigener Forschung in kinderleichter Sprache erz\u00e4hlt werden. Und die Vorstellung soll auch humorvoll sein.<\/p>\n\n\n\n<p>An dem Humor mangelt es nicht. Nacheinander verzaubern alle mit fabelhaften Pr\u00e4sentationen. Nach drei Darstellern kam endlich Jiessel. Mit der Titelmusik von Mission Impossible im Hintergrund beginnt sie zu erz\u00e4hlen. Durch ihre selbstbewusste und artikulierte Pr\u00e4sentation l\u00e4sst sie das anwesende Publikum in Gel\u00e4chter ausbrechen. Der Mission \u201eScience-Slam\u201c des honduranischen M\u00e4dchens war vollst\u00e4ndig ,,Posiible\u201c. Jiessel steht mit einem breiten Grinsen auf der B\u00fchne und h\u00e4lt den Pokal des drittbesten Gewinners unter dem riesigen Applaus. Ich sitze in der ersten Reihe und schwenke auch meine Hand wie ein treuer Fan. Dieses M\u00e4dchen ist wirklich aus einem anderen Metall gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fchmorgens bin ich bereits bei der Arbeit. \u201eHast du schon es geh\u00f6rt?\u201c Bei Karins Frage legte ich das Notizbuch auf den Tisch und schaute neugierig nach. Karin und ich arbeiten im selben Labor. \u201eKennst du das M\u00e4dchen namens Jiessel?\u201c Ich sage zu mir: \u201eGibt es aber Zweifel?\u201c. Ich sagte aber doch laut, \u201eSie hat wieder einen Preis gewonnen, richtig?\u201c. Karin z\u00f6gert und sagt ruhig, \u201eNein, Jiessel ist nicht mehr! Das ist erst gestern Abend passiert. Lungenembolie. Leider konnte sie nicht gerettet werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war fassungslos und schockiert. Als Biologiestudent braucht man mir nicht zu erkl\u00e4ren, was eine Lungenembolie bedeutet. Jiessel h\u00f6rte auf zu atmen, indem ihre Lungen verklumpte. Als ich die Nachricht h\u00f6rte, schnappte ich nach Luft. So ein fr\u00f6hliches, lebhaftes M\u00e4dchen ist so einfach pl\u00f6tzlich gestorben? Ich kann es nicht glauben. Ich \u00f6ffne meinen Mund, um mehr zu fragen, aber zuvor sch\u00fcttelt Karin die H\u00e4nde: \u201eIch wei\u00df leider nichts mehr. Ich habe viel zu tun. Ich muss jetzt gehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein lebender Mensch ist sehr n\u00fctzlich, kann forschen und alles tun. Aber wenn er stirbt, verwandelt er sich in ein sehr unn\u00f6tiges lebloses Objekt. Es wird doch nutzlos, dar\u00fcber zu sprechen. Also zuckt Karin mit den Schultern und entfernt sich, um dem Nonsens auszuweichen. Ich bleibe einfach stehen. Ich habe \u00fcberhaupt nicht bemerkt, dass das Notizbuch unter den Tisch heruntergefallen ist. Ich bin so still als h\u00e4tte ein Blitz mich getroffen!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nein. Jiessel ging nicht einfach. Sie liegt verpackt mit gefalteten H\u00e4nden im Leichenschauhaus des Krankenhauses. Ihr Heimatreise ist verlegt. Ein Sarg von Deutschland nach Honduras kostet viel, etwa zehntausend Euro. In der bengalischen W\u00e4hrung sind es Millionen. Ausl\u00e4ndische Studierende haben nicht so viel Geld auf ihrem Konto. Ich habe geh\u00f6rt, dass Jiessel\u2019s Familie auch nicht so reich ist. Sie k\u00f6nnen ihre Tochter nicht nach Hause bringen, obwohl sie es wollen. Der Rest h\u00e4ngt jetzt von diesem Helmholtz-Forschungszentrum. Aber ihr Schweigen war kein Zeichen der Zustimmung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verantwortung lag am Ende auf den Schultern der Laborkollegen. Sie stellen jeden Tag einen Tisch vor der Kantine, um Spenden zu sammeln. Wir selbst geben alles aus unseren Taschen. Ich sehe auch, dass Karin viele Scheinen in die Blechdose geworfen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Woche. Mit der Zeit heilt die Wunde. Eines Tages betrete ich eilig das Labor. Karin h\u00e4lt mich an. \u201eJiessel\u2019s Flug ist heute\u201c. Sie zuckt wie immer mit den Schultern und geht. Sofort dr\u00e4ngt das Ger\u00e4usch des Flugzeugs an meine Ohren. Ich laufe zum Fenster. Eine bizarre Erregung hat mich \u00fcberw\u00e4ltigt. Nein, ich brauche frische Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sitze auf einer Seite des gro\u00dfen Feldes am Campus. Die Laute der frischen Luft kommen in mein Ohr. Ich kann trotzdem nicht voll atmen, als wenn die Luft nicht genug w\u00e4re. Einige Flugzeuge sind am Himmel. Wer wei\u00df, mit welchem Jiessel in Ihr Land zur\u00fcckkehrt. Ah, lass das M\u00e4dchen nach Hause gehen, auch wenn es im Sarg ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich blicke vom Blau des Himmels herunter und sah das Gr\u00fcn des Grases. Pl\u00f6tzlich erschien das Gras mit weichem Schnee bedeckt zu sein. Es wirkt wie ein vages Bild. Als ob Jiessel mit ihrem roten Schal die Schneeflocke zertrampelt. Und ihr ausgelassenes L\u00e4cheln breitet sich langsam \u00fcberall aus, wie eine Welle.<\/p>\n\n\n\n<p>Autorin: Postdoktorandin; Fakult\u00e4t f\u00fcr Medizin, TU M\u00fcnchen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Rim Sabrina Sarkar \u00dcbersetung: Dr. Hossain Abdul Hai Bearbeitung: Anke Sultan Ich springe im letzten Moment auf und erwische den Bus. Eine ausgestreckte Hand von drinnen zieht mich schnell herein, sonst w\u00e4re ich schon zwischen den Bust\u00fcren eingequetscht gewesen. Der Sensor scheint nicht zu funktionieren und der Fahrer macht ein langes Gesicht, wenn sich&hellip;<a href=\"https:\/\/diegrenze.org\/?p=739\" class=\"more-link\"><span>Continue reading<\/span><span class=\"screen-reader-text\"><strong>M\u00e4dchen von weitem Feld<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":740,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[14,15],"tags":[40,6,8,395],"class_list":["post-739","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-forum","category-geschichte","tag-deutschland","tag-germany","tag-integration","tag-rim-sabrina-zahan-sarkar","tw-post-has-image-16-9"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=739"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":748,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/739\/revisions\/748"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/740"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/diegrenze.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}